Die Studie verhandelt Bedeutungsveranderungen der Metapher des SchleiersBild verstanden, dessen Bedeutung von seinem Gebrauch nicht isoliert und dessen kulturelle Funktion nur innerhalb seiner literarisch-visuellen Reprasentationsbedingungen aufgezeigt werden kann. Die Studie ist damit an den Schnittstellen von Textualitat und Visualitat angesiedelt und untersucht den metaphorischen Transport des Schleiers zwischen den Medienkulturen. So wird deutlich, dass der asthetische Diskurs teils als Inversion, teils als Verlangerung der Fetischismuskritik seit der Aufklarung gelesen werden kann - und umgekehrt. Asthetik und Fetischismus lassen sich folglich als parallele Diskurse betrachten, die sich wechselseitig kommentieren und besonders hinsichtlich ihrer jeweiligen Bildkonzepte beruhren.