"Von der Angst ins Vertrauen" ist Weg und L sung zugleich, ein Prozess des inneren Reifens in Richtung eines seelischen Erwachsenendaseins, zu dem vor allem die Bereitschaft geh rt, alles das, was uns als Mensch, Begleiter*in oder Klient*in am anderen (Partner, Familienmitglieder, Eltern, Freunde) triggert und entsprechend emotional ber hrt, aus einem ph nomenologischen Bewusstsein heraus zu reflektieren, mit dem Ziel, den anderen nicht negativ zu bewerten oder gar zu verurteilen, stattdessen m glichst neutral zu reagieren - eine Herausforderung, die sehr viel Achtsamkeit erfordert. Die meisten Menschen vertrauen lediglich bedingt; sie machen sich und ihr Vertrauen von Bedingungen (Menschen, Dingen, Umst nden, Situationen) abh ngig, was nicht selten zu innerer Anspannung f hrt, schlimmstenfalls zu berzogenem Misstrauen. Und egal, ob wir vertrauensvoll und bedingungslos oder misstrauisch dem Ruf des Lebens folgen: Wir sind gefordert, Antwort zu geben, indem wir vorw rts gehen, ohne genau zu wissen, wo und wie dieses Gehen enden wird. Doch wie immer wir uns verhalten: Nur r ckblickend haben wir die Chance, die Sinnhaftigkeit des eingeschlagenen Weges, die Stolpersteine, die inneren K mpfe und damit verbundenen Widerst nde zu begreifen und zu verstehen, inwieweit der seinerzeit eingeschlagene Weg hilfreich war, uns bewusstseinsm ig voran gebracht hat oder ein Umweg oder gar eine Sackgasse war. Nicht selten machen wir die Erfahrung, dass Klient*innen mehr Klarheit ber und Verst ndnis f r ihre Pers nlichkeitsstruktur w nschen. Hier ist ein Blick in ihre Entwicklungsgeschichte angebracht, um zu kl ren, welche lebensgeschichtlichen Ereignisse m glichweise zur Entwicklung leidvoller Pers nlichkeitsanteile beigetragen haben. Auch ist es uns wichtig, sie darin zu unterst tzen, leidvolle und hemmende Anteile oder blockierende Elemente als Hinweisgeber bewusst werden zu lassen, um diese anerkennend und wertsch tzend in ihrer Funktion sehen zu k nnen. Finales Ziel des therap