Durch den Lissabon-Vertrag ist Soziale Marktwirtschaft als Leitbild und Zielbestimmung Teil des europaischen Gemeinschaftsrechts geworden. Europa mochte mehr sein als eine bloe Freihandelszone; der Binnenmarkt soll zu einem umfassenden Sozialmodell weiterentwickelt werden, das auch die Komponente des sozialen Ausgleichs beinhaltet. Die Beitrage dieses Bandes erinnern an die europaischen Traditionen Sozialer Marktwirtschaft, die sich nicht auf den deutschen Ordoliberalismus beschranken, sondern auch in der christlichen Soziallehre und dem neuzeitlichen Humanismus liegen, und fragen nach den ordnungspolitischen und sozialethischen Herausforderungen, vor denen Europa steht.