Weil Grenzen - ob reale, disziplinare oder symbolische - Orte der Begegnung und Konfrontation sind, entstehen gerade in ihren Zwischenraumen vielseitige Dynamiken. Der Grenzraum zwischen Tier und Mensch ist der zentrale Ermoglichungsgrund und Austragungsort des Wandels der politischen Semantik in der Fruhen Neuzeit. Fur diesen Wandel spielen politische Schriften ebenso eine wichtige Rolle wie wissenschaftliche und literarische Texte. Benjamin Buhler geht den Grenzfiguren wie dem Hirten, Fuchs, Picaro oder der Bevolkerung im Feld des Politischen nach. Ausgangspunkt der Studie ist die These, dass die Verortung der politischen Akteure zwischen Tier und Mensch in Perioden des Umbruchs die Ausbildung und Erprobung neuer politischer Semantiken erlaubt.