Bachelorarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Sport - Sportsoziologie, Note: 1,0, Georg-August-Universitat Gottingen (Institut fur Sportwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Welche Problemstellungen erwachsen aus dem binaren System des Sports, wie werden diese Problematiken durch alternative Geschlechtermodelle adressiert und inwiefern verandern sie die Konditionen, unter denen Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitaten am Sport teilhaben konnen?Im Verlauf der Arbeit werden vier alternative Modelle vorgestellt, wie ein Wettkampf im Sport mit aussehen konnte, der sich nicht alleine an den Strukturen des binaren Geschlechtermodells orientiert. Der Anspruch des Sports ist es, eine faire Plattform zu schaffen, auf deren Basis Athlet*innen sportlich miteinander konkurrieren und interagieren konnen. In der aktuellen Sportwelt wird diese Fairness vor allem uber die Geschlechtertrennung nach dem binaren Geschlechtsmodell geschaffen, welches aufgrund der Annahme eingefuhrt wurde, dass Personen mit biologisch mannlichem Geschlecht einen Vorteil gegenuber Personen mit biologisch weiblichem Geschlecht hatten. Wollen Sportler*innen mit Geschlechtervarianten wie Intergeschlechtliche, Nicht-Binare und Transgender am Sport teilhaben, kann es mit der Zeit zum Konflikt zwischen deren Lebenswelt und der Welt des Sports kommen. Stimmt namlich die Geschlechtsidentitat von Athlet*innen nicht mit den binaren Kategorien des Sportsystems uberein, werden sie haufig mit dem Verweis auf mangelnde Fairness von Wettkampfen ausgeschlossen. Die Sportverbande werden aufgrund der Regularien des diskriminierenden Handelns gegenuber Sportler*innen diverser Geschlechteridentitaten bezichtigt, da sie deren Teilhabe am Sport mit Hurden versehen. Wahrend auf internationaler Ebene diskutiert wird, wie Sportler*innen mit Geschlechtervarianten im binaren Sportsystem integriert werden konnen, kann generell ein Austausch daruber gefuhrt werden, ob nicht alternative Geschlechtermodelle zum binaren Geschlechtersystem des Sports ausgearbeitet werden sollten, um die Inklusion von Menschen mit Geschlechtervarianten niederschwelliger zu gestalten. Die Auseinandersetzung mit der Thematik ist au erordentlich relevant, weil das Thema der Geschlechtervielfalt immer mehr ins Zentrum liberal orientierter Gesellschaft wandert und die Sportwelt nach den zahlreichen Kontroversen im Umgang mit Athlet*innen diverser Geschlechteridentitaten uberlegen musste, wie zukunftig mit dem Thema umgegangen werden sollte.