Eine Baustelle wird vor dem Fenster der Autorin eingerichtet und schon diese eigentlich unspektakulare Aktion wirkt vielversprechend, wenn man den Alltag gern mit einer satirischen Brille betrachtet. Flugs holt die Autorin einen bislang unberuhrten Folianten hervor und beginnt, ihre ganz personliche Sichtweise auf die Ereignisse zu dokumentieren. Obwohl man sich auf Zentimeter nahekommt findet ein Austausch zwischen Anwohnerin und Arbeitenden uber das Geschehen nie statt und so kommt es zu teils abstrusen Vermutungen uber Sinn, Zusammenhange und Sinnzusammenhange der Aktion. Ergebnis ist eine Dramodie, also ein komisches Drama, das viel uber den Zustand der modernen (Arbeits-) gesellschaft aussagt, ohne ihn zu benennen.