Zu den kulturpolitischen Umwalzungen unter Francois Mitterrand und Jack Lang gehorte die Wiederbelebung des offentlichen Kunstauftrags . Die neue Kulturpolitik trug in den 1980-90er Jahren mageblich zu einer international beachteten, national aber kontrovers diskutierten Erneuerung der Denkmallandschaft in Frankreich bei.Auf der Grundlage umfassender Werk- und Quellenanalysen zeichnet Valerie Bussmann Voraussetzungen, Ziele und Kontroversen der Kulturpolitik Mitterrands nach. Anhand der kritischen Betrachtung ausgewahlter Programme und vorrangig in Paris realisierter Werke hinterfragt sie die staatliche Auftragspolitik im Verhaltnis zur historischen Tradition und zu zeitgenossischen Diskussionen um die Kunst im offentlichen Raum. Dabei zeigt die Autorin unterschiedliche kunstlerische Auffassungen und Diskrepanzen zwischen Politik- und Kunstanspruch auf.