Wie gehen Philosophie und Literatur um 1800 mit Andersheit um - und inwiefern durfen diese Thematisierungen bis heute Relevanz beanspruchen?Wahrend man der Literatur gemeinhin ein offenes, dem Heterogenen verpflichtetes Denken zugesteht, sieht sich die Philosophie insbesondere in Gestalt des deutschen Idealismus immer noch haufig dem Totalitarismus-verdacht ausgesetzt, das Andere zugunsten systematischer Einheit zu neutralisieren. Vermag dieser schematische Gegensatz aber zu uberzeugen? Die Beitrage dieses Bandes spuren Figuren, Theorien und Darstellungsformen des Anderen von Fichte bis Hegel und von Schiller bis Brentano nach, um das literarisch-philosophische Feld um 1800 jenseits dieser starren Frontstellung interdisziplinar zu erschlieen.