Ausgangspunkt der Dissertationsschrift von Clemens Pelster ist die bekannte For- rung, Akteure nur r das verantwortlich zu machen, was sie auch beeinflussen k- nen. Eine Missachtung des Postulats demotiviere und hre zu einem geringeren - beitseinsatz, lautet das h iufig zu h/Srende Argument. Dennoch belegen zahlreiche S- dien Verst613e gegen das Postulat und in jtingerer Zeit werden zudem zunehmend Zweifel an seiner Zweckm il3igkeit angemeldet. Vor diesem Hintergrund untersucht Pelster in der vorliegenden Arbeit die Relevanz des Controllability-Prinzips ffir die betriebswirtschaftliche Praxis. Konkret beantwortet er drei Forschungsfragen: In w- then Situationen wird das Postulat beachtet, in welchen nicht? In welchen Situationen wtinschen sich Akteure die Beachtung des Postulats? Welche Auswirkungen hat eine Beachtung bzw. Missachtung des Postulats auf den Arbeitseinsatz, den Akteure zu leisten bereit sind? Pelster entwickelt ein innovatives Forschungsmodell, das die Modellierung der Prin- pal-Agenten-Theorie um die drei Elemente Verantwortungsbewusstsein, generelle - einflussbarkeit und wahrgenommener Handlungsrahmen erweitert. Auf dieser Basis zeigt er im empirischen Teil der Arbeit unter anderem, dass die beiden ersten F- schungsfragen nicht undifferenziert r einen Situationstyp beantwortet werden k- nen, da die Beachtung bzw. Missachtung des Postulats in hohem Mal3e von Pers- lichkeitsmerkmalen der Akteure abh ingt und spezifische Situationen von Akteuren unterschiedlich wahrgenommen werden. Zudem wird deutlich, dass Akteure durchaus bereit sein k6nnen, Verantwortung r nicht-beeinflussbare Kontextfaktoren zu iib- nehmen. Diese und andere Ergebnisse der vorliegenden Arbeit leisten einen wichtigen Beitrag dazu, scheinbare Widersprtiche zwischen betriebswirtschaftlicher Theorie und Praxis aufzultisen.