Instrumentelle Rationalitat ist ein alltagliches Phanomen. Wir fragen uns oft, was wir tun sollten, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, oder was das beste Mittel zur Realisierung eines bestimmten Plans ist. In diesem Buch wird zunachst gezeigt, dass dieses alltagliche Phanomen den Vertretern eines naturalistischen Weltbilds erhebliche Probleme bereitet, da keine der naturalistischen Standardtheorien dem normativen Charakter instrumenteller Rationalitatsurteile gerecht wird. Doch das bedeutet nicht, dass wir die Existenz mysterioser nicht-naturlicher Tatsachen anerkennen mussen. Der expressivistische Ansatz, der im zweiten Teil des Buchs entwickelt wird, demonstriert, dass sich die genuine Normativitat von Rationalitatsurteilen durchaus mit einem metaphysischen Naturalismus vereinbaren lasst. Zudem eroffnet dieser Ansatz neue Perspektiven auf das Verhaltnis von Moral und Rationalitat und ermoglicht es, die Sonderstellung des instrumentellen Prinzips innerhalb der Rationalitatstheorie befriedigend zu erklaren.