Bachelorarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur, Note: 1,0, Universitat Passau, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit soll die Frage beantworten, wie sich Selenskyj seit Kriegsbeginn hinsichtlich seiner Fuhrungsposition als Mann prasentiert und inwieweit dieses geschlechtsspezifische Selbstbild in der deutschen Presse aufgegriffen und redaktionell bearbeitet wird. Der analytische Schwerpunkt soll konkret auf militarischen Mannlichkeitsentwurfen liegen, die durch die Figur Selenskyj selbst sowie journalistische Beitrage tradiert werden. Die mediale Selbst- und Fremdinszenierung Selenskyjs wird dabei im Detail auf ihre Aussagen bezuglich militarisch-mannlicher Identitat untersucht. Aufgrund der Aktualitat des Ukraine-Krieges ist die fachliterarische Quellenlage hinsichtlich des gewahlten Fallbeispiels Wolodymyr Selenskyjs noch sehr limitiert. Wissenschaftliche Arbeiten, die Selenskyjs offentliches Auftreten und seine Au enwirkung wahrend des Krieges analysieren, sowie Literatur, die sich der medialen Berichterstattung uber ihn widmet, sind bis dato noch nicht zu finden. Diese Bachelorarbeit soll deshalb auf Basis eigener Recherche sowie geeigneter Theorien zur Geschlechter- bzw. Mannlichkeitsforschung und den Erkenntnissen aus dem Fachbereich der Militarsoziologie einige der Forschungslucken mit ersten Ergebnissen fullen. Fur den dafur notwendigen empirischen Teil bedient sich die Arbeit der Methode der kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jager. Als Quellengrundlage dient eine Auswahl an Pressefotografien, um der Wirkungsweise visueller Mittel Rechnung zu tragen, sowie eine der seit Kriegsbeginn veroffentlichen Reden Selenskyjs, um die rhetorische Komponente seiner Selbstdarstellung zu analysieren. Zudem wird ein ausgewahlter Artikel der FrankfurterAllgemeinen Zeitung (FAZ) untersucht, um die Rolle des journalistischen Framings und der Fremdinszenierung Selenskyjs darzulegen.