Die egologische Differenz"e; ist ein Konzept, das Subjektivitat in Zwischenbereichen und als Vereinigendes verortet: Solche Bereiche finden sich zwischen Konstituiertem und Konstituierendem, Zeit und Zeitigung, Substanz und Kraft, Urteil und Beurteiltem, Erkenntnis und Erkanntem, Identitat und Synthesis. In der egologischen Differenz"e; klingt einerseits Heideggers ontologische Differenz"e; und andererseits Derridas differance"e; an, doch wird in dem in diesem Buch entwickelten Konzept die Bewusstseins- und Subjektfeindlichkeit vermieden, die antisubjektivistische allgemeine Subjektivitat soll vielmehr ihr verbindliches Recht bekommen. Das Recht des allgemeinen Ich wird mit verschiedenen zugleich philosophiegeschichtlichen und sachlich wesentlichen Aspekten analysiert: Leibniz zeigt das Selbstbewusstsein als Kraft, mit Kant wird diese Kraft als synthetisierend und identitatsstiftend analysiert, weiter geht der dualistische Denkweg uber Fichtes, Schellings, Schillers und Hegels Entwurfe von Idealismus und Wahrheit, die jeweils die antipsychologistische Bedeutung der Subjektivitat herausstellen, sodann bilden Husserl, Plessner und Davidson einen abschlieenden Dreiklang, indem dort die Rolle des Ich hinsichtlich der Differenz von Erkenntnis-Erkanntem, exzentrischer Positionalitat und Wissenstriangulation herausgearbeitet wird.