Studienarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Informatik - Wirtschaftsinformatik, Note: 1,3, FOM Hochschule fur Oekonomie & Management gemeinnutzige GmbH, Frankfurt fruher Fachhochschule, Veranstaltung: Big Data & Data Science, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit wird zunachst dargestellt, was "e;Big Data"e; in der Telemedizin bedeutet. Anschlieend wird am Beispiel von Wearables und Smartphones vorgestellt, welche Vorteile die Erhebung und Verwertung schon jetzt hat. Die Grundlagen schlieen mit einer Gegenuberstellung der Chancen und Risiken moderner Telemedizin ab. Den Abschluss der Arbeit bildet die Darstellung eines Data-Mining-Prozesses ubertragen auf ein praktisches Beispiel mit der Entwicklung und Evaluation eines Data-Mining-Modells. Die Digitalisierung hat langst Einzug ins Gesundheitswesen gehalten. Bereits 2018 gab es rund 55.000 medizinische Apps fur Smartwatches und Smartphones, die Herzfrequenz, Blutdruck, Tagesschritte und mehr messen. Auch Gerate, die fruher Arzten vorbehalten waren, wie Blutzuckermessgerate oder solche, die Elektrokardiogramme aufzeichnen, stehen heute jedem Laien zur Verfugung. Gesundheitsapps in Verbindung mit Sensoren, die direkt am Korper angebracht werden, zeichnen laufend Daten auf und werten jene aus. Auf diese Art und Weise konnen sie Alarm auslosen, wenn bestimmte Messgro en kritische Werte annehmen, lange bevor erste Krankheitssymptome auftreten. Interaktive Anwendungen, in denen Patienten entsprechende Daten eingeben, beinhalten die Chance, dass Krankheitsschube, etwa bei rheumatischen Erkrankungen mithilfe von maschinellem Lernen besser vorhergesagt und effizientere Therapiebehandlungen gewahlt werden. Pravention und Therapie konnten damit revolutioniert werden. Seit Oktober 2020 konnen sich die Patienten sog. DiGAs (digitale Gesundheitsanwendungen) sogar auf Rezept verschreiben lassen. Aktuell (28.12.2021) haben mindestens 28 DiGAs eine vorlaufige Zulassung erhalten. Damit nicht genug. Auch die Anforderungen an die arztliche Dokumentation werden sich massiv verandern. Durch die im E-Health-Gesetz festgeschriebenen Anforderungen wird die Dokumentation in Zukunft immer mehr von medizinischen Themen dominiert werden und damit weit mehr beinhalten als die korrekte Abrechnung medizinischer Leistungen. Dabei stammen die Daten nicht allein vom medizinischen Personal. Moderne Medizinprodukte sind in der Lage, Daten aus Geraten wie etwa einem Pulsoximeter, Elektrokardiografie- oder Blutzuckermessgeraten direkt in elektronische Patientenakten (ePA) zu ubertragen.