Wie kann das phanomenale Bewusstsein in unser naturwissenschaftliches Weltbild integriert werden, wenn doch, wie viele Philosophen des Geistes heute glauben, auch seine Abwesenheit mit allen naturwissenschaftlichen Tatsachen logisch vereinbar ist? Hier haben sich in der jungsten Diskussion zwei Strategien heraus kristallisiert: Erstens die Strategie der phanomenalen Begriffe, derzufolge die explanatorischen Ratsel des phanomenalen Bewusstseins nichts mit einer ontologischen Kluft zwischen dem Physischen und dem Phanomenalen zu tun haben, sondern sich allein aus den Besonderheiten unserer phanomenalen Begriffe ergeben. Zweitens die Strategie des verfehlten Erklarungsmodells, derzufolge die gegenwartigen Schwierigkeiten mit reduktiven Erklarungen phanomenaler Eigenschaften nichts mit unerklarbaren Besonderheiten des Bewusstseins zu tun haben, sondern einfach mit falschen Vorstellungen daruber, wie reduktive Erklarungen funktionieren. Der vorliegende Band versammelt Texte, welche versuchen, das argumentative Potential dieser beiden Strategien auszuloten, entweder konstruktiv oder kritisch. Es handelt sich dabei zum einen um Texte von englischsprachigen Philosophen, welche die Diskussion dieser beiden Strategien mageblich angestoen haben und die hier zum ersten Mal auf Deutsch zuganglich gemacht werden. Zum anderen handelt es sich um aktuelle deutsche Originalbeitrage. Mit Beitragen u.a. von B. Loar, N. Block & R. Stalnaker, J. Levine, A. Beckermann, D. Chalmers.