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Zwischen Stigma und Alltag
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Zwischen Stigma und Alltag

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Grosiedlungen haben einen schlechten Ruf. Ihre Bewohner:innen sind mit Stigmatisierung und Abwertung ihrer Nachbarschaften konfrontiert. Diese Studie hingegen untersucht, wie die ersten Bewohner:innen zweier Grosiedlungen ihre Hauser, ihre Nachbarschaft und den Ruf ihres Stadtteils in den 1970er Jahren aktiv mitgestalteten. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Wahrnehmungen der Bewohner:innen des Osdorfer Borns in Hamburg und von Darmstadt-Kranichstein. Die am Rei brett geplanten Nachbarschaften standen zunachst vor gro en Herausforderungen: Wichtige Einrichtungen fehlten, doch insbesondere der hohe Anteil an Kindern und jungen Familien war Anlass fur intensives soziales und politisches Engagement. So entstand in beiden Stadtteilen eine lebendige Zivilgesellschaft, wahrend sich der negative Ruf der Siedlungen verselbststandigte. Dabei nahmen die Bewohner:innen eine ambivalente Rolle ein: Ihre Forderungen betonten Mangel, wodurch die Siedlungen in der medialen Berichterstattung abgewertet wurden, wahrend sie gleichzeitig fur bessere Ausstattung und mehr Wohnqualitat sorgten. Diese Widerspruche begleiten die Siedlungen bis heute.
Undertittel
Nachbarschaft, Zivilgesellschaft und Image von Grosiedlungen in den 1970er Jahren
ISBN
9783515140584
Språk
Tysk
Utgivelsesdato
28.4.2026
Tilgjengelige elektroniske format
  • PDF - Adobe DRM
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