Der hohe gesellschaftliche Stellenwert von Wissen schien bis vor Kurzem auch in den Kunsten die Bedeutung von Arbeit als einem Uberrest des Industriezeitalters verdrangt zu haben. Jedoch kehrt die Arbeit, mit der es Kunstschaffende aller Disziplinen heute ganz unmittelbar zu tun haben, in einer neuen, wissensorientierten Form zuruck. Der Band untersucht diese neue Konfiguration von Kunst, Wissen und Arbeit. Hierfur stehen die Kunste des 20. und 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt, sowie ein Befragen zeitgenossischer Bildender Kunstler/innen und Musiker/innen nach ihren eigenen, uber ihre Kunste hinausgehenden, Arbeitserfahrungen. Dieser unmittelbare Blick auf das Zusammenspiel von Wissen der Kunste und Wissen der Arbeit wird im Kontext der bereits vielschichtigen, jedoch bei Weitem nicht ausgehandelten Beziehungen zwischen Kunst und Arbeit im postindustriellen Zeitalter beleuchtet.