Wissenschaften haben gute Aussichten auf Bewaltigung der Probleme, die mit den gangigen Theorien nicht wegzuerklaren sind, wenn sie die in ihnen auftretenden Paradoxien und Antinomien ernst nehmen: Eine Einsicht, die alle Aufsatze in diesem Band eint. Was das im Speziellen bedeutet, formulieren in diesem Buch PhilosophInnen als auch Einzelwissenschaftler konkret aus. Es wird dadurch offensichtlich, wie eng die Paradoxien- mit den Grundlagenforschungen der Wissenschaften verwoben sind. Diese waren in der Vergangenheit immer dann besonders hilfreich, wenn man sie - ahnlich wie in diesem Band - inter- oder transdisziplinar ausrichtete. Eine unumgehbare Voraussetzung fur diese Art der Zusammenarbeit ist eine ubergreifende Begriffs- und Strukturbestimmung von Paradoxie , weswegen einige AutorInnen dies explizit in ihren Aufsatzen aufgreifen. Studierende der hier vertretenen Facher lernen mit den Texten, deren Gegenstande und Fragen unter Blickwinkeln zu betrachten, die Sackgassen verhindern, in die man durch das Beibehalten einer einzigen, wenn auch bisher noch so erfolgreichen Methode gerat. Damit ist klar: Paradoxien- und Antinomienforschung hilft, Denkblockaden abzubauen.