Inszenierungspraktiken strukturieren samtliche Funktionsstellen von Literatur: Sie pragen Figurationen von Autor:innenschaft ebenso wie Text- und Schreibverfahren - und nicht zuletzt das Geschaft der Interpretation. Autor:innenbilder und -inszenierungen nehmen Einfluss darauf, wie wir Texte lesen. Diesen Bild-Text-Relationen' widmet sich der Sammelband: Er fragt danach, wie die Bilder, die wir von Autor:innen haben und die diese und andere entwerfen, sich zu deren Texten verhalten. Im Fokus stehen Formen und Funktionen intra- und extraliterarischer Inszenierung von Autor:innenschaft sowie Medien und Medialitat der Inszenierung. Untersucht werden Historizitat, Typologie und Formenrepertoire von Inszenierungspraktiken ebenso wie Dynamiken von Innovation und Nachahmung. In den Blick rucken mediale Formate wie Literatur, Brief, Blog, Poetikvorlesung, Comic und Fotografien vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.