Uber vier Jahrzehnte war die Prasenz amerikanischer und sowjetischer Streitkrafte in Bundesrepublik und DDR fester Bestandteil der Alltags- und Lebenswelt. Systematische und vergleichende Untersuchungen zu diesem Aspekt der deutschen Zeitgeschichte fehlten jedoch bislang. Mit der Arbeit von Christian Th. Muller wird Neuland betreten. Auf breiter Quellengrundlage wird das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen auslandischen Truppen und deutscher Bevolkerung in der gesamten Epoche des Kalten Krieges aus verschiedenen Blickwinkeln plastisch dargestellt. Tiefenbohrungen zu den Standorten Bamberg und Juterbog ermoglichen dabei die lebendige Nachzeichnung der damit einhergehenden sozialen Praxen, Erfahrungen und Konflikte. So werden die Parallelen, aber auch die Unterschiede von amerikanischer und sowjetischer Truppenstationierung im geteilten Deutschland deutlich.