Zum ersten Mal wird Ecos semiotisches Denken ausfuhrlich vorgestellt und vor dem Hintergrund der italienischen Philosophie und Politik der Nachkriegszeit rekonstruiert. Das Buch spurt die intellektuellen Wurzeln dieses Denkers auf und macht so die verschiedenen Stationen seiner Theorie bis zur kognitiven Semiotik der 1990er Jahre transparent. Es zeigt, wie Eco von der Asthetik seines Lehrers Luigi Pareyson beeinflusst wurde. Auerdem wird deutlich, wie Eco sein pluralistisches, laizistisches Kulturverstandnis in Abgrenzung zur katholischen Philosophie entwickelte, der er Anfang der 1950er Jahre nahe stand. Neue Einblicke gewahren Zitate aus bislang unbekannten Jugendschriften und ein Interview, in dem Eco uber seine philosophische Herkunft spricht.