Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie, Note: 1,3, Staatliche Hochschule f r Gestaltung Karlsruhe (Kunstwissenschaft), Veranstaltung: Seminar: Transreality Games, Sprache: Deutsch, Abstract: Der ber hmte Komponist und Dirigent Richard Wagner (1813-1883) war nicht nur Urheber praktisch umgesetzter Musik- und Theaterkunstwerke, sondern verfasste und publizierte zudem mehrere kunstwissenschaftliche Essays ber seine diversen Vorstellungen von Kunst- und Kulturschaffen. Seine erstmals 1850 im Leipziger Otto Wigand Verlag erschienene Programmschrift "Das Kunstwerk der Zukunft," die als eine der ersten kunstwissenschaftlichen Schriften berhaupt gilt, richtete sich vornehmlich an K nstler aller Gattungen mit der allgemeinen Aufforderung, sich k nftig in Vereinigungen zusammenzufinden, um mit gemeinsamen Kr ften unter dem verbindenden Element des Dramas sogenannte Gesamtkunstwerke zu erschaffen. Auf diese Weise sollte die von Wagner vielfach beklagte Zersplitterung der Kunstarten berwunden werden, die seiner Meinung nach lediglich unverst ndliche Werke von egoistisch motivierten K nstlern hervorbringen w rde. Wagner konnte seine Theorien zum "Gesamtkunstwerk" mit der Errichtung seines eigenst ndig geplanten Bayreuther Festspielhauses (Er ffnung 1876) und seinen dort permanent auff hrbaren Musikdramen erstmals praktisch umsetzen. Es soll bei dieser Abhandlung examiniert werden, inwieweit Wagners Thesen ber zuk nftige "Gesamtkunstwerke" die sp ter aufgekommenen Medien Filmdrama und Computerspiel gepr gt beziehungsweise deren generelle Konzeption vorhergesagt haben. Hierzu werden Wagners grunds tzliche Thesen zusammengefasst diesen beiden weit verbreiteten Medien exemplarisch gegen bergestellt, um deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu extrahieren.