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Teufel als Stimme des Gewissens
Teufel als Stimme des Gewissens
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Teufel als Stimme des Gewissens

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An der Figur des Teufels werden im Mittelalter Weltanschauungen und moralische Uberzeugungen verhandelt: Der Teufel reprasentiert alle menschlichen Verfehlungen und steht fur die Sunde und das Bose. Texte uber den Teufel ermoglichen daher bei ihren Rezipient*innen eine ethische Erfahrung, die zu Selbstreflexion, Gewissenserforschung und Verhaltensanderung fuhren kann.Im Fokus der vorliegenden Arbeit stehen das Gewissen und seine Benennungen in der mittelalterlichen Literatur und der theologischen Auseinandersetzung. Es wird herausgearbeitet, wie das Gewissen geformt wird und welche Bedeutung es fur das Individuum hat. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die im 15. Jahrhundert im Bodenseeraum entstandene Reimpaardichtung Des Teufels Netz ein. Hier ist die Konstellation eines Beichtgesprachs gleichsam invertiert: Der Teufel beichtet einem Einsiedler und gibt sein Wissen uber Sunden und Gebote preis. Er gibt so Orientierung fur die individuelle Gewissensbefragung.Unter Ruckgriff auf den Ansatz der narrativen Ethik wird an diesem konkreten Beispiel gezeigt, wie Literatur auf das Gewissen und die Gewissensbildung ihrer Rezipient*innen einwirken und zu einer verantwortungsvollen Reflexion des eigenen Lebenswandels beitragen kann.
Undertittel
Spatmittelalterliche Literatur als Medium der Selbstreflexion am Beispiel von &quote;Des Teufels Netz&quote;
ISBN
9783111560830
Språk
Tysk
Utgivelsesdato
15.8.2025
Tilgjengelige elektroniske format
  • PDF - Adobe DRM
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