Die Beitrage des Bandes, unter anderen von Hans Ulrich Gumbrecht, David E. Wellbery und Hermann Schmitz, analysieren die historische Semantik der Stimmung im asthetischen Diskurs, ihre Ideengeschichte und exemplarische Auspragungen in Literatur, Musik und Kunst.Das Thema Stimmung hat Konjunktur im Rahmen der Geisteswissenschaften und der Emotionsforschung. Stimmung meint zumeist eine diffuse Gefuhlslage, in der sich ein Subjekt mit der Auenwelt oder anderen Subjekten verbindet und diesen Zustand als Erweiterung des Selbst erfahrt. Als asthetische Kategorie wird der Begriff um 1800 eingefuhrt und behauptet sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Er unterlauft die ubliche Unterscheidung von Subjekt und Objekt und zieht gerade daraus sein Potential.