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Stadtverwaltung im Staatssozialismus
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Stadtverwaltung im Staatssozialismus

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Mangelverwaltung, Ohnmacht, Unwirtlichkeit - Begriffe wie diese pragen unser Bild von der Kommunalpolitik in der SED-Diktatur. Der traurige Anblick, den ostdeutsche Stadte im Herbst 1989 boten, fugt sich gut in die Vorstellung vom totalitaren SED-Staat ein, in dem eine kleine Machtelite 40 Jahre lang uber den ostdeutschen Teilstaat herrschte. Demgegenuber blieben die vielen, an der Schnittstelle von Politik und Alltag agierenden Herrschaftstrager in den Stadten bislang unbeachtet. Von ihnen wurde "e;Eigenverantwortung"e; im Rahmen der staatlichen Vorgaben verlangt, die Spielraume und Grenzen ihres Handelns unterlagen jedoch weniger klaren formalen Regelungen, sondern informellen Aushandlungsprozessen. Christian Rau untersucht am Beispiel Leipzigs diese Grenzdebatten, die sich seit Mitte der 1960er Jahre um den Begriff Kommunalpolitik rankten, sowie die Handlungsspielraume lokaler Verwaltungsfunktionare in zwei der lokalpolitisch wichtigsten Politikfelder. Die Studie leistet damit einen Beitrag zum Verstandnis der Herrschaftspraxis und Systemstabilitat in der DDR, die sich aus lokaler Perspektive komplexer darstellt, als es mit dem Blick auf die SED-Fuhrung erscheint.
Undertittel
Kommunalpolitik und Wohnungswesen in der DDR am Beispiel Leipzigs (1957-1989)
Forfatter
Christian Rau
ISBN
9783515115322
Språk
Tysk
Utgivelsesdato
28.2.2017
Tilgjengelige elektroniske format
  • PDF - Adobe DRM
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