Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,0, Freie Universit t Berlin (Otto-Suhr-Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: "Ich lebe.," sagt Caligula im vierten Akt des gleichnamigen Theaterst cks von Camus zu seiner Frau Caesonia, "Ich t te, ich be die sinnverwirrende Macht des Zerst rers, mit der verglichen die Macht des Sch pfers als billiger Abklatsch erscheint. Das hei t gl cklich sein " . Daraufhin erw rgt er sie. Aus Mangel an den blichen Ambitionen eines r mischen Kaisers, seien es milit rische Heldentaten oder gro angelegte Bauma nahmen, hatte Caligula beschlossen, den Menschen ihr "wahres" Wesen n her zu bringen und ihnen die Freiheit zu lehren, die sie den G ttern gleichstellen w rde: die Freiheit ber Leben und Tod selbst zu entscheiden. Aus diesem Grunde hatte er begonnen, seine Untertanen willk rlich hinzuschlachten. Denn wirkliche Freiheit zeigt sich im sinnlosen Universum des Caligula nur dort, wo der Mensch es unternimmt, sein solit res Dasein selbst in die Hand zu nehmen, "die Zur ckhaltung des Schicksals wettzumachen," selbst Schicksal zu werden und den Tod durch den Mord selbst herbeizuf hren. In der "Dialektik der Aufkl rung" hei t es im Exkurs zu Odysseus, dass die b rgerliche Ratio, welche die Mimesis verdr ngt, selber Mimesis ist, n mlich Mimesis ans Tote. Denn "der subjektive Geist, der die Beseelung der Natur aufl st, bew ltigt die entseelte nur, indem er ihre Starrheit imitiert und als animistisch sich selbst aufl st" . Entseelt wird die Natur vom aufgekl rten Menschen um sie im abstrakten Begriff begreifbar und letztlich beherrschbar zu machen. Diese Herrschaft ber eine den Menschen prinzipiell gef hrdende u ere Natur wird so erkauft durch die Beherrschung der eigenen inneren Natur: Der Preis der Selbsterhaltung ist daher Selbstaufl sung, da gerade die innere Natur, die beherrscht und unterdr ckt wird, jenes Selbst ist, was erhalten werden sollte. Mit diesem Para