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Schrumpfungen. Chancen für ein anderes Wachstum
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Schrumpfungen. Chancen für ein anderes Wachstum

Die Wälder wachsen noch Die Äcker tragen noch Die Städte stehen noch Die Menschen atmen noch Bertold Brecht Der Frühling kommt immer wieder, die Blätter entrollen sich, die Blüten entfalten sich und die Lämmer werden zu Schafen. Die Natur wächst. Die Winterstarre ist überwunden. Das geschrumpfte Leben entwickelt sich zu neuer Größe. Groß wer­ den setzt klein sein voraus. Wachsen braucht absterben. Schwellen braucht schrumpfen. Es ist unser Lebensrhythmus. Dieser Rhythmus hat Eingang gefun­ den in unsere Literatur und in die bildenden Künste. Wir sind vertraut mit unzäh­ ligen Metaphern filr dieses Lebenspulsen, für dieses stetige Auf und Ab. Die Kurse der Wertpapiere steigen. Die Wachstumsimpulse für die Wirtschaft werden herbeigesehnt. Das Bruttosozialprodukt muß wachsen. Die Steuereinnah­ men müssen wachsen. Die Steigerung von Umsätzen und Gewinnen wird zum Erfolgsmaßstab eines Unternehmens. Von Schrumpfen ist keine Rede. Allenfalls von Konsolidierungsphasen wird geredet. Wir sprechen von Reichtum, der keine Grenzen kennt. Wir leben in einer Wachstumsgesellschaft. Die Bevölkerung wächst, der Mangel an verbrauchten Ressourcen wächst, die Abfälle in Luft, Was­ ser und Boden wachsen.
Undertittel
Ein Diskurs der Natur- und Sozialwissenschaften
Opplag
Softcover reprint of the original 1st ed. 2000
ISBN
9783642635298
Språk
Tysk
Vekt
310 gram
Utgivelsesdato
16.10.2012
Antall sider
283