A la recherche du temps perdu ist ein gigantischer Worterteppich, dem Proust die starksten Erzahlfaden der europaischen Literatur eingewoben hat. Von Anakreon bis Zola - alle haben sie ihr Garn zur Recherche beigetragen.Ausgehend von einer dicht gewobenen Szene hoch oben im Haus von Combray, die im Versteckten berichtet, wie Marcel zum Schriftsteller wird, verfolgt Edi Zollinger feinste Webfaden der Recherche uber die Madeleine-Episode und die Beschreibungen der Weissdornbluten im Park von Tansonville in die Werke unterschiedlichster Autoren zuruck: in Andersens Marchen, in den Roman de la Rose oder in Sainte-Beuves heute kaum mehr gelesenen Roman Volupte etwa. Bis schlielich ans Licht kommt, dass Prousts schillerndste Faden auch schon durch das Auge in Flauberts Webschiffchen gelaufen sind - und sie sich endlich alle wiederfinden auf der Spindel in Ovids Hand.