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Jeder Gegenstand lasst sich durch Betrachtung seiner Ursachen oder Grunde (causae) systematisch begreifen. Aristoteles hat eine Kategorisierung dieser Ursachen entwickelt, die sich als hochst fruchtbar erwiesen hat und die, vornehmlich in den Naturwissenschaften, als ideengeschichtliche Konstante anerkannt ist: die Unterscheidung nach causa materialis (Bestandteile und Stoff), causa formalis (Gestalt, Wesensbegriff, Form), causa efficiens (Ausgangspunkt einer Wandlung) und causa finalis (Ziel). In textbasierten Geisteswissenschaften, wie in Jurisprudenz, Theologie und Philosophie, bestehen allerdings deutliche Anhaltspunkte dafur, dass sich die vier causae bis faktisch zur Gewinnung interpretatorischer Erkenntnisse, auch im Bereich von Texten mit normativen Gehalten, auswirken. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes behandeln in ihren Beitragen die Frage, inwiefern sich der Auslegungsmethodenkanon auf Aristoteles' Kategorisierung zuruckfuhren lasst und auf welche Weise und mit welchen Besonderheiten oder Abweichungen die causae integriert sind.
Undertittel
Die Vierursachenlehre des Aristoteles in Rechtswissenschaft, Philosophie und Theologie
ISBN
9783515117791
Språk
Tysk
Utgivelsesdato
16.11.2017
Tilgjengelige elektroniske format
  • PDF - Adobe DRM
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