
Nichts wie raus: Heidelberger Groschenromane
Nachdem sie die Reise gebucht und bezahlt hatte, lehnte sich Alicia zur ck und war ein wenig erschrocken ber ihre Entschlossenheit. Sie wollte nur noch raus, raus aus der Firma, raus aus der Wohnung, raus aus - ja richtig, raus aus den Businessklamotten.
Sie legte den Laptop auf den Couchtisch und begann, sich auszuziehen. W hrend sie ihre Kleidung einfach dort fallen lie , wo sie sie auszog, lief sie ins Badezimmer und drehte hei es Wasser f r die Badewanne auf. Ein entspannendes Vollbad zur Musik ihrer Lieblingss ngerin, dazu ein Telefonat mit ihrer besten Freundin und die Welt w re wieder in Ordnung.
Kaum war die Wanne eingelaufen, hatte sie auch schon das Telefon, ein Handtuch f r die H nde und den leckeren Badezusatz in die Wanne bugsiert und sich selbst in die Fluten gest rzt. Wie herrlich, sie entspannte ein wenig, um dann zum Telefonh rer zu greifen und Sabrina, ihre beste Freundin, die sie schon aus Schulzeiten kannte, anzurufen. Sie war so alt wie Alicia und hatte ein ziemlich hnliches Leben wie sie. Auch sie wohnte, sogar ganz in der N he, in einer 2-Zimmer-Wohnung. Auch sie war Single und auch sie hatte einen bescheuerten Vorgesetzten auf der Arbeit. Nach dem vierten L uten ging sie an das Telefon, sie klang v llig au er Atem "Du, kann ich sp ter anrufen ? Ich habe da jemanden kennengelernt."
Aha, das war der Grund, warum sie nach Luft rang, "Na klar, S e, viel Spa noch," meinte sie und legte auf. L chelnd lehnte sich Alicia zur ck in die Wanne und musste schmunzelnd an ihre letzten M nnerbekanntschaften denken. Sie geriet ins Tr umen und erschrak, als sie rund 30 Minuten sp ter das Klingeln des Schnurlostelefons aus ihren Fantasien in die reelle Welt zur ckholte. Sie trocknete sich die H nde und sah am Display, dass es Sabrina war. Sie schw rmte in den h chsten T nen von Timo, dem feurigen Lover, den sie vor gerade mal einem Tag kennengelernt h tte, was sie aber nicht davon abhielt, schon mehrfach seine Liebesk nste auszuprobieren. Nach ihrer lebhaften und sehr detaillierten Beschreibung war wohl auch Timo ein lebender Frauenbefriediger, der wohl ohne Batterien auskam. Viel mehr wusste Sabrina allerdings auch noch nicht ber diesen Mann. Als Alicia dann von ihrer spontanen Reise in die T rkei erz hlte, von den Wellnessanwendungen, die in dem Preis dabei waren und von dem All inclusive Angebot, welches sie ab morgen genie en w rde, war Timo schnell vergessen. Die beiden Freundinnen verloren sich so sehr im Erz hlen, dass Alicia erst nach einem dreist ndigen Telefonat auflegte und inzwischen schon reichlich aufgeweicht aus der Wanne stieg. Sie machte sich bettfertig, sah auf die Uhr und beschloss, dass sie direkt noch packen w rde. In wenigen Stunden war schon wieder Aufstehen angesagt und zum Flughafen fahren in ihren Wellnessurlaub. Als sie im Bett lag, musste sie sich ber ihre eigene Entschlossenheit wundern und freute sich auf die Tage im Warmen. Mit einem L cheln auf den Lippen schlief sie ein.
Als wenige Stunden sp ter der Wecker unerbittlich zum Aufstehen rief, merkte man ihr das L cheln nicht mehr an. Sie tappte schlaftrunken ins Bad, um eine Katzenw sche zu machen und auf die Schnelle noch einen schwarzen Kaffee herunterzust rzen. Dann...
- Undertittel
- Heidelberger Groschenromane
- Forfatter
- Alexander Nastasi
- Redaktør
- Julia Nastasi
- ISBN
- 9781477604991
- Språk
- Tysk
- Vekt
- 64 gram
- Utgivelsesdato
- 1.6.2012
- Antall sider
- 58
