Trotz verfassungsrechtlicher Absicherung ihrer Autonomie geraten Religion, Kunst und Wissenschaft gegenwartig verstarkt in Abhangigkeiten, die die Neutralitat staatlicher Politik in diesen Bereichen fraglich werden lasst. Die fur Forschung und Kunstschaffen heute unverzichtbare offentliche Forderung setzt beide Bereiche verzerrenden Anforderungen an Verwertbarkeit durch das politische, gesellschaftliche und okonomische Umfeld aus. Der Stellenwert von Religionen in staatlicher Gesellschafts- und Kulturpolitik lasst gar die Frage aufkommen, inwieweit die religios-weltanschauliche Neutralitat des Staates uberhaupt realisierbar ist. Der vorliegende Band bietet Auseinandersetzungen mit den vielschichtigen damit aufgeworfenen Problemen aus theologischer, philosophischer, sozial- und rechtswissenschaftlicher Perspektive.