Wie konnen Naturgesetze, die bestimmen, wie Objekte der Natur sich verhalten, selbst als Objekte der Natur verstanden werden? Die Antwort, die sich aus der Analyse gegenwartiger Naturgesetztheorien herausschalt, lautet: Naturgesetze verdanken sich der kausalen Struktur unserer Welt. Sie drucken die kausale Wirksamkeit fundamentaler Eigenschaften der Natur aus. Im Unterschied zu konkurrierenden Theorien wird diese Antwort der Tatsache gerecht, dass Naturgesetze den Verlauf des Naturgeschehens bestimmen, ohne auf die starke Annahme notwendig wirkender Krafte zuruckgreifen zu mussen. Der Zwang, den Naturgesetze ausuben, spiegelt stattdessen eine grundlegende faktische Beschaffenheit unserer Welt wider: Fundamentale Eigenschaften wie Ladung oder Masse uben ihre Wirksamkeit ungehindert aus, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Die Notwendigkeit , die Naturgesetze vermitteln, ist daher mit ihrer metaphysischen Kontingenz, der Moglichkeit anderer Naturgesetz-Welten, vereinbar. Die vorgeschlagene Theorie verknupft Naturgesetze und Kausalitat auf neue Weise: Nur in einer zeitlich asymmetrischen Welt kann es Kausalitat geben, und nur in einer kausalen Welt konnen fundamentale Eigenschaften jene asymmetrischen Relationen ausbilden, die wir Naturgesetze nennen.