Konstruktivistische Gender-Konzepte verzeichnen seit langerem auerordentliche institutionelle Erfolge. Sie wurden in transnationalen Netzwerken von Kunst- und Kulturschaffenden aufgegriffen, um Identitat, Sehnsuchte und Angste bezuglich Sexualitat, Partnerschaft und Reproduktion uber asthetische Medien neu zu verhandeln. Der Band diskutiert aktuelle Tendenzen der Kulturalisierung von Differenz am Beispiel offentlicher Auftrittsweisen der Kategorie Gender. Ziel ist nicht, Kulturalisierung hinter sich zu lassen, sondern die damit bezeichneten Prozesse selbst zu befragen. Sie rekonstruieren genealogische Linien, Praxisfelder und Imaginationen, die eine Rezeptionsgeschichte von Gender-Konzepten in unterschiedlichen akademischen und offentlichen Diskursen sowie in zeitgenossischer visueller Kultur ergeben.