Man weiß nicht, was man an Alexandra David-N?el mehr bewundern soll: ihre
grenzenlose Energie, ihren unendlichen Wissensdurst, ihre Willenskraft oder ihre
schriftstellerische Begabung. Ihre Bücher über die asiatischen Kulturen sind zu echten
Klassikern geworden.
Um die Jahrhundertwende, zu einer Zeit, als wohlbehütete Bürgerstöchter in Pensionaten
kochen und sticken lernten, brach die dreiundzwanzigjährige Französin auf, um Asien
kennenzulernen. In Indien studierte sie die unterschiedlichen religiösen Traditionen und sprach
mit zahlreichen herausragenden Persönlichkeiten wie Ramakrishna, Sri Aurobindo, Gandhi und
Nehru. Sie entwirft ein realistisches und tief gehendes Bild von diesem für uns oft rätselhaften
Konglomerat aus überkommenem Aberglauben und echter mystischer Religiosität. Ihre
Schilderung macht deutlich, welche Faszination Indien immer wieder auf uns Europäer
auszuüben vermag.