Der Sophienlust Bestseller darf als ein Hohepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schonen Romanen so richtig zum Leben erwacht. Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer gro en Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zuruck. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem spater einmal, mit Erreichen seiner Volljahrigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehoren wird. Regine Nielsen blickte mit stiller Wehmut auf das ungefahr dreijahrige Madchen mit den gro en blauen Augen und den hellblonden Haaren, das zwischen den Schwestern Angelika und Vicky Langenbach am Abendbrottisch sa . Die Anwesenheit der kleinen Heidi Holsten, die seit dem tragischen Tod ihrer Eltern zu den Dauerkindern von Sophienlust gehorte, war fur die Kinderschwester in gewisser Weise ein gro er Trost. Doch der Anblick des Kindes rief auch schmerzliche Erinnerungen in ihr wach. Denn Heidi Holsten glich ihrem verstorbenen Tochterchen Elke in vielen Dingen. Ware ihr eigenes Kind noch am Leben, wurde es im gleichen Alter wie die Kleine sein. Krampfhaft schluckte Schwester Regine die Tranen hinunter, die hei unter ihren Lidern brannten. Nein, damals hatte sie allein bestimmt nicht den Mut gefunden, weiterzuleben. Damals, als das Schicksal so hart zugeschlagen und ihr den uber alles geliebten Mann durch einen Betriebsunfall geraubt hatte. Spater war auch noch ihre kleine Elke gestorben. Dass sie wieder zum Leben zuruckgefunden hatte, verdankte sie nur der Gute Denise von Schoen? eckers, die sie damals als Kinderschwester eingestellt hatte, nachdem Schwester Gretli geheiratet und Sophienlust verlassen hatte. Hier, in diesem Kinderparadies, hatte Regine Nielsen wieder zu sich selbst gefunden. Mit der ganzen Kraft ihres einsamen Herzens widmete sie sich den zahlreichen Kindern und schenkte ihnen ihre Liebe. In der kleinen Heidi aber sah sie ihr verlorenes Tochterchen. Auch Heidi hing innig an Schwester Regine, die viel dazu beigetragen hatte, dass das Kind den Verlust seiner geliebten Mutti ohne seelischen Schaden uberwunden hatte. Schwester Regine wandte sich nun den Kindern am Abendbrottisch zu. Wie stets bei den Mahlzeiten ging es auch an diesem Abend sehr lebhaft zu. Es gab so vieles zu besprechen. Man musste doch seine Meinungen und Erlebnisse des Tages austauschen. Auch Nick war anwesend.