Globalisierung ist seit den 90er Jahren ein geflugeltes Wort. Aber bereits der Ostblock war den herrschenden Gesetzmassigkeiten der sich wandelnden Weltwirtschaft unterworfen. Am Beispiel der Mikroelektronik in der DDR stellt die Arbeit das Scheitern der stalinistischen Kommandowirtschaften in einen direkten Zusammenhang mit den Internationalisierungstendenzen der Weltwirtschaft. Trotz waghalsiger Manoever gelang der DDR kein wirkungsvoller Durchbruch des westlichen Technologieembargos. Und auch eine "eigene Globalisierung" im osteuropaischen Wirtschaftsverbund RGW misslang. Dies warf die DDR auf eine mehr oder weniger autarke Technologieentwicklung zuruck, wahrend gleichzeitig die besonders enge Verschrankung von Staat und Kapital einer grenzuberschreitenden Kooperation westlichen Musters im Wege stand. Letztlich musste so der Nationalstaat DDR den transnationalen Netzwerken des Westens unterliegen.