Die Studie sensibilisiert fur problematische Darstellungen in der Berichterstattung uber Israel und den israelisch-palastinensischen Konflikt. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse deutscher Print- und Onlinemedien (2023) werden Verzerrungen sowie antisemitische Stereotype und Topoi identifiziert und kritisch reflektiert. Untersucht werden auch Aussagen, an die antisemitische oder rassistische Deutungen anschlieen konnen. Die Ergebnisse zeigen u. a. eine Gewalt- und Eskalationsfokussierung, die Nutzung von NS-Analogien, eine tendenzielle Darstellung von Israel als alleinigem Aggressor, Terrorrelativierung sowie eine haufig fehlende Kontextualisierung. Dies kann einseitige Israelbilder verfestigen und antisemitische Lesarten begunstigen.