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Gelehrsamkeit und Geschlecht
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Gelehrsamkeit und Geschlecht

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Weshalb durften Frauen an deutschen Universitaten im internationalen Vergleich erst spat studieren? Wieso entbrannte in Deutschland um das Thema ein Streit, der ein halbes Jahrhundert andauerte? Und wie wurde eine Einigung erzielt? Mit Antworten auf diese Fragen fugt Andreas Neumann der Geschichte des Frauenstudiums ein wichtiges Kapitel hinzu. Seine wissenssoziologische Diskursanalyse steht auf breiter Quellenbasis und entschlusselt Machtpotenziale beteiligter Interessengruppen sowie verhandelte Wissensbestande. Der Mixed-Methods-Zugang verbindet die qualitative Analyse von Deutungen und Narrativen mit der quantitativen Analyse von sozialen Strukturen. Dieser Ansatz geht uber deskriptive Darstellungen hinaus, weil er Erklarungen liefert: Deutlich wird, wie sich die Manneruniversitat dynamisch stabilisierte. Bei der Zulassung von Frauen zum Studium handelte es sich deshalb um keine reine Fortschrittsgeschichte. Es gelang der burgerlichen Frauenbewegung zwar, die Bildungspolitik uber die Offentlichkeit zu beeinflussen - hier zeigt sich das deutsche Kaiserreich von seiner fortschrittlichen Seite. Grenzen dieser Modernitat liegen jedoch in der Voreingenommenheit gegenuber "e;der akademischen Frau"e;, die schon die "e;glaserne Decke"e; fur Akademikerinnen im Wissenschaftsbetrieb erkennen lasst.
Undertittel
Das Frauenstudium zwischen deutscher Universitatsidee und burgerlicher Geschlechterordnung (1865-1918)
ISBN
9783515131667
Språk
Tysk
Utgivelsesdato
8.4.2022
Tilgjengelige elektroniske format
  • PDF - Adobe DRM
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