Die gro en Zivilisationen haben ihre Spuren der Vergangenheit in Form von Bildern hinterlassen, die das lteste Mittel der Kulturvermittlung darstellen. Heute ist das Bild ein bevorzugtes und unverzichtbares Element im soziokulturellen Kontext eines jeden Menschen. Aus diesem Grund wollen wir die Bedeutungsprozesse untersuchen, die Bilder bei der Analyse eines kulturellen Objekts, dem Schmuck, vermitteln. Unser Interesse gilt dem traditionellen Schmuck, da er durch seine Verwurzelung in der Kultur und der sozialen Struktur Traditionen aufrechterh lt. Er ist auch oft das Produkt von Hybridit t und kultureller Vermischung. Unsere Methodik bestand darin, drei verschiedene Bereiche miteinander zu verkn pfen: die Begriffe Semiotik und Bedeutung, die Geschichte des Bildes und seiner Sprache und schlie lich den Schmuck als soziokulturelles Objekt. Die Besonderheiten des algerischen Schmucks wurden durch die Anwendung von Barthes' immanentistischem Ansatz untersucht, der die Struktur der ausgew hlten Bilder hervorhebt. Die Analyse wurde durch die bertragung des diskursiven Ansatzes von Martine Joly fortgesetzt, der eine rhetorische und persuasive Absicht des Schmuckbildes untermauert.