Dieses Buch untersucht den schwierigen Prozess, den der Buddhismus in Indonesien bis zu seiner staatlichen Anerkennung als Religion (Agama) durchlaufen hat. Dabei illustriert die Autorin die Verknupfungen von Religions- und Minderheitenpolitik am Anpassungsprozess des Buddhismus an den Rahmen einer theistisch ausgerichteten Verfassung. Seine Positionierung in der religiosen Landschaft Indonesiens erfolgte dabei vor dem Hintergrund politischer Umwalzungen, einer geforderten Pancasila-Konformitat und den Bedingungen des Religionsministeriums. Auch der Buddhismus muss, wie alle Religionen in Indonesien, einen Gott vorweisen. Die Protagonisten des Buddhismus haben innovativ auf diese Umstande reagiert. So entwickelte sich aus einer religionspolitischen Notwendigkeit eine facettenreiche Eigendynamik. Am Ende konfliktbehafteter Aushandlungsprozesse steht nun die Frage, ob es sich bei der Agama Buddha (di) Indonesia um den Buddhismus in Indonesien oder um einen Indonesischen Buddhismus handelt.