Monsieur Ladmiral, ein erfolgreicher, wenn auch konventioneller Maler,hat sich außerhalb von Paris niedergelassen, wo ihn – wie jeden Sonntag –der Sohn Gonzague mit seiner Familie besucht. Man isst, man spaziert,alles ist wie immer, bis Irène, die Tochter, auftaucht. Während Gonzagueein eher langweiliges bürgerliches Leben führt, geht Irèneundurchschaubaren, doch umso lukrativeren Geschäften nach und lässt sichvon niemand in die Karten ihres (Liebes-)Lebens blicken.Der Sonntagwird in Pierre Bosts Roman zu einem Panorama der Gefühle, wie sie inFamilien nicht nur kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges unter derOberfläche brodeln. Rivalität unter Geschwistern, Eifersucht und dieAngst vor dem Tod des Vaters treten zutage – nur würden sich dieFamilienmitglieder dies nie eingestehen.