Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Fruhgeschichte, Antike, Note: 2+, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster (Institut fur Alte Geschichte), Veranstaltung: Proseminar: Der Peloponnesische Krieg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Intervention Athens in den Konflikt zwischen Korinth und Korkyra um die in Illyrien gelegene Stadt Epidamnos ist einer von drei Anlassen, die in letzter Konsequenz zum Ausbruch des Peloponnesischen Krieges fuhren. Thukydides bezeichnet diese Anlasse als vordergrundige Ursachen und sieht den tatsachlichen Ursprung fur den Krieg im athenischspartanischem Dualismus. Ziel dieser Darstellung muss deshalb neben der Untersuchung der Ereignisse um Epidamnos in den Jahren 437 bis ca. 433 v. Chr. die Klarung der Frage sein, ob Athens Eingriff in den Konflikt eine kriegsvorbereitende oder eher eine kriegsverhindernde Intention zu Grunde liegt. Der seit 445 v. Chr. bestehende Friedensvertrag zwischen Athen und Sparta sowie den jeweiligen Verbundeten verpflichtet beide Partein im Zuge der Friedensbewahrung auf den Verzicht, Bundnispartner der Gegenseite in das eigene Bundnis aufzunehmen. Eine Analyse des zwischen Athen und Korkyra geschlossenen Defensivvertrages, sowie die erorternde Betrachtung der zuvor gehaltenen Reden korinthischer und korkyraischer Gesandter vor der athenischen Volksversammlung ist somit von Noten, um zu klaren, ob Athen den Bedingungen des Friedensvertrag entsprechend, rechtmassig handelt. Das Ergebnis der Untersuchung wird die Feststellung sein, dass Athen nicht aus eigenen Uberlegungen in den Konflikt zwischen Korkyra und Korinth eingreift, sondern der Verlauf der Ereignisse Athen eine Positionierung aufdrangt. Ein formaler Bruch des Friedensvertrages kann nicht festgestellt werden, jedoch verstosst Athen gegen den Sinn der Ubereinkunft. Letztendlich fuhrt Athens Eingriff in den Konflikt um Epidamnos zu einer Reihe weiterer Konflikte, dessen finale Konsequenz der Peloponnesische Krieg da