Familienpolitik ist nachhaltige Zukunftspolitik. Aber die Liberalisierung der Ehe unterwirft die Familie der Politik. Den besonderen Schutz von Ehe und Familie gebietet das Grundgesetz im eigenen Interesse des Staates. Sie sind vorstaatliche Institutionen. Obwohl Ehe und Familie medial und politisch Konjunktur haben, ist ihr Gehalt umstritten und oft konfus. Einseitige Scheidung, politischer Druck auf Mutter Richtung Arbeitsmarkt, erwunschte Vielfalt von Lebensentwurfen bis zur Leugnung der Komplementaritat von Mann und Frau nehmen den Staat in die Pflicht, demografische, zivilgesellschaftliche, soziale und kulturelle Gemeinwohlschaden auszugleichen. Liberalisierung der Ehe unterwirft die Familie und ihre vorpolitischen Rechte politischer Verfugbarkeit. Was kann die Politik tun? Experten aus den USA, Italien und Norwegen geben demoskopische, philosophische, staatsrechtliche, volkswirtschaftliche, steuerrechtliche und familienpolitische Einblicke.