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Die politische Okologie der Null-Entwaldung
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Die politische Okologie der Null-Entwaldung

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Die Entwicklungen der Ara Bolsonaro zeigen, dass die Interessen zur Aneignung und Inwertsetzung von Natur im brasilianischen Amazonien ungebrochen sind. Sie forcieren die Reproduktion des Frontier-Mythos uber den uneingeschrankten Zugang zu Ressourcen, der sich auf Basis des Entwicklungsmodells des (Neo-)Extraktivismus materialisiert und sich krisenhaft in die gesellschaftlichen Naturverhaltnisse Amazoniens einschreibt. Der Trend steigender Abholzungsraten kontrastiert mit dem Ziel der Null-Entwaldung und markiert eine geradezu radikale Abkehr von der Stilisierung Amazoniens als potenziellen Schauplatz einer nachhaltigen Umweltgovernance. Michael Klingler analysiert am Beispiel des im Sudwesten Paras gelegenen Untersuchungsraums Novo Progresso die sozial-okologische Transformation von Frontier-Systemen und diskutiert die Ambivalenz modernisierungsorientierter Fortschrittsideale aus der (Post-)Frontier-Perspektive. Die politische Okologie der Null-Entwaldung dechiffriert die vermeintliche Diskrepanz zwischen Extraktion und Schutz von Ressourcen, indem neue Technologien, Institutionen und Praktiken zur Regulierung und Kontrolle von Ressourcen uberpruft werden.
Undertittel
Amazonien zwischen (Neo-)Extraktivismus und Post-Frontier-Governance
ISBN
9783515125635
Språk
Tysk
Utgivelsesdato
28.2.2022
Tilgjengelige elektroniske format
  • PDF - Adobe DRM
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