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Die männliche Disziplin
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Die männliche Disziplin

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Über die formative Kraft der bürgerlichen Geschlechterdichotomie im Verständnis der Wissenschaft des 18. und 19. Jahrhunderts.Richtige Wissenschaft kann nur von Männern gemacht werden - so die Vorstellungswelt, aus der die deutsche Geschichtswissenschaft im späten 18. und 19. Jahrhundert entstanden ist. Was dieses Denken für das Fach bedeutete, ist das Thema dieser Studie.Als Quellen werden die klassischen Texte der Historiographiegeschichte neu gelesen, darüber hinaus berücksichtigt der Autor - zum Teil erstmals - Portraits von Historikern (Frontispize und Ölgemälde). Dieses Material ermöglicht es Schnicke, eine bislang vernachlässigte Größe in der Wissenschaftsgeschichte zu konturieren: den Körper. Obwohl dieser den Horizont der Selbstreflexion unterschritt, war er doch zentral für die soziale Definition des Faches.Die Studie stellt überzeugend dar, dass sich die Vermännlichung der Geschichtswissenschaft nicht in der Existenz der ausschließlich männlichen Fachvertreter erschöpfte. Vielmehr wurde die Vermännlichung auf allen relevanten Ebenen der Disziplin realisiert: in der Anthropologie des Historikers, in der Konzeption historischer Forschung und in den Methoden und Institutionen.
Undertittel
Zur Vergeschlechtlichung der deutschen Geschichtswissenschaft 1780-1900
ISBN
9783835328655
Språk
Tysk
Utgivelsesdato
5.10.2015
Tilgjengelige elektroniske format
  • PDF - Adobe DRM
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