Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitaten in zeitgenossischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitatsprozess des mannlichen Protagonisten durch die Musik unterstutzt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenossischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefarbten Symbol fur Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identitat.