Schreiben, Lesen, Veroffentlichen - alle Prozesse der Textproduktion leben von Zusammenarbeit. Aber wie verandert sich diese unter den Bedingungen der fortschreitenden Digitalisierung? Welche Konsequenzen haben die Veranderungen fur unser Verstandnis von literarischen Texten, die nicht mehr nur uber Verlage und gedruckte Bucher, sondern auch in neuen Formaten online zu ihren Leser:innen finden? Und welche Herausforderungen bringt die Moglichkeit, Texte mithilfe von Sprachmodellen zu generieren? Ausgehend von den aktuellen Rahmenbedingungen fur die Produktion literarischer Texte erinnert Hanna Hamel an diejenigen Formen der Kooperation, die auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar sind: An Transtextualitat etwa als elementare Beziehung zwischen Texten oder an das Verhaltnis von Text zu anderen Kunsten wie dem Film. Dabei geht es auch darum, wie im Text fur die Leser:innen neue, uberraschende Zusammenhange erfahrbar werden, und in welcher Beziehung sie zu lebendigen Prozessen des Lesens und Schreibens stehen, wie sie bislang nicht maschinell reproduziert werden konnen.