Das Buch beschaftigt sich empirisch mit der aus der Globalisierungstheorie stammenden These der globalen okonomischen Elite und der damit verbundenen These der neoliberalen Konvergenz. Theoretisch knupft das Buch an am Begriff des Geist bzw. neuen Geist des Kapitalismus, fuhrt die Forschungsperspektive aber weiter, indem habitualisierte, kollektive Wissensbestande als dessen Konstitutionsmerkmale zu Grunde gelegt und empirisch untersucht werden. Das Buch bietet auf Basis von insbesondere im qualitativen Schritt exklusivem Material Einsichten in die Anatomie einer Elite"e;. Wenn in diesem Buch von okonomischen Eliten gesprochen wird, dann folgen die Ausfuhrungen keinem substanziellen Elitenverstandnis, sondern einem Positionsansatz. Gemeint sind damit Personen, die Spitzenpositionen in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen, wie jenem der Okonomie, besetzen. Weil die Weltklasse"e; der Spitzenmanager von Grounternehmen im Diskurs als die Tragerschicht einer neoliberalen Unternehmens- und Mitarbeiterfuhrung gilt, wurden zwei Generationen von Top-Managern, welche die Spitzenpositionen in den 100 groten deutschen Industrieunternehmen besetzt haben, in den Blick genommen. Mit Hilfe von Karriereverlaufsanalysen, Interviews und auto-/biographischem Material wurden die beiden verbundenen Thesen der globalen Elite und neoliberalen Konvergenz empirisch auf den Prufstand gestellt.