
Zwischen Gott und Mensch
Martin Sallmann arbeitet einen charakteristischen Gedankengang heraus, der im wesentlichen drei Elemente enthält: Gott - Mensch - Heilsgeschehen. Die zwei ersten Glieder bauen jeweils den spannungsvollen Konflikt zwischen Gott und Mensch auf. Gott fordert vom Menschen Gerechtigkeit, doch der Mensch kann wegen seiner Sündhaftigkeit niemals der Gerechtigkeit Gottes entsprechen. Das Heilsgeschehen als drittes Glied löst diesen Konflikt, schafft dem Menschen einen Ausweg aus Ohnmacht und Verzweiflung und eröffnet ihm einen neuen Zugang zu Gott. Diese fundamentale Grundkonstellation prägt Begriff und Funktion der religio. Einerseits ordnet diese Gott und Mensch in ihrer Polarität einander zu, umfaßt sie zugleich und hält sie zusammen. Andererseits enthält sie das Heilsgeschehen Gottes, den barmherzigen Rückruf an Adam sowie Rechtfertigung und Heimholung des Menschengeschlechts in Christus. Religio ist deshalb immer schon wesentlich religio Christiana, auch wenn sie ante Christum natum noch nicht als solche bezeichnet werden kann.
Mit dem 'heilsgeschichtlichen' Gedankengang entwickelt Zwingli in unterschiedlichen Argumentationszusammenhängen das Heilsgeschehen Gottes für den Menschen, wobei Reihenfolge und Akzentuierung der Glieder variieren können. Der Aufbau der gesamten Schrift ist wesentlich von diesem Gedankengang geprägt.
- Alaotsikko
- Huldrych Zwinglis theologischer Denkweg im De vera et falsa religione commentarius (1525)
- Kirjailija
- Martin Sallmann
- ISBN
- 9783161471001
- Kieli
- saksa
- Paino
- 598 grammaa
- Julkaisupäivä
- 22.2.1999
- Kustantaja
- Mohr Siebeck
- Sivumäärä
- 297