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Zola vor Bourdieu

Sidottu, 2025
saksa
Sarja:Issn
162,80 €

In Pierre Bourdieus Studien eingestreut finden sich zahlreiche Verweise auf Schriftsteller des 19. und 20. Jahrhunderts. Gustave Flaubert nimmt unter diesen Referenzen eine Sonderstellung ein. Ihm hat Bourdieu den Status eines Protosoziologen eingeraumt. Flauberts Quasisoziologie hat er mithilfe der Analyse der literarischen Motive und Strukturen herausgearbeitet. Auf den Naturalisten Emile Zola, der mit dem Anspruch auftritt, eine praktische Soziologie fur die Gesellschaft nach dem Zusammenbruch des Ancien Regime zu entwerfen, verweist Bourdieu allerdings kaum. An die methodischen Uberlegungen aus seiner Flaubert-Analyse anknupfend, erforscht diese Studie das Verhaltnis zwischen Bourdieu und Zola anhand der Untersuchung seiner Arbeiterromane L'Assommoir (1877), Germinal (1885) et La Terre (1887) im Spiegel des Karnevalesk-Grotesken.

Es wird gezeigt, dass die karnevalesk-groteske Asthetik in Emile Zolas Romanen erstens ein protosoziologisches Wissen hervorbringt. Diese implizite Soziologie antizipiert zweitens die Erkenntnisse und in Ansatzen die Epistemologie Pierre Bourdieus. Zola als Vorlaufer von Bourdieus Soziologieansatz auszuweisen, erlaubt es schlielich, den Miserabilismus-Vorwurf gegenuber dem Naturalisten zu nuancieren.

ISBN
9783111676746
Kieli
saksa
Paino
670 grammaa
Sarja
Issn
Julkaisupäivä
2.6.2025
Kustantaja
De Gruyter
Sivumäärä
364