Der an der polnisch-weissrussischen Grenze gelegene Wald von Bialowieza galt seit dem 18. Jahrhundert als letzte Zufluchtsstatte des Wisents. In den 1920er Jahren waren die "Konige des Urwalds" dann nahezu ausgestorben, bis mit der gezielten Auswilderung in den 1950er Jahren die Wisentpopulation wieder zu wachsen begann. Internationale Bedeutung erlangte der letzte Flachland-Urwald Europas zunachst als Jagdgebiet fur polnische Konige und russische Zaren, dann als polnischer und belarussischer Nationalpark und schliesslich als UNESCO-Welterbe. Das Buch zeichnet die Geschichte des Nationalparks von Bialowieza von der Fruhen Neuzeit bis zur Gegenwart nach. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit der Natur als Ressource und Reservat, sowie der Alltag der Bevolkerung unter den verschiedenen machtpolitischen Ordnungen des 20. Jahrhunderts.